P wie Phallisch

P wie Phallisch

Penisstrangulation
Eine der wenigen unmissverständlich genitalen Formen des Automasochismus, meist eine verkappte Form der Selbstentmannung und oft eine chronologische Vorstufe der letzteren.

Pfählung
Der symbolische Versuch, sich selbst oder einen anderen Menschen auf einen Pfahl aufzuspießen. Die Pfählung ist ein sadomasochistisches Spiegelbild des Koitus.

Phallische Frau
Das patriarchalische Traumbild einer doppelgeschlechtlichen Frau, die den Vorteil des weiblichen Geschlechts, die nährende Brust, aber nicht dessen Nachteil, die kastrierende, den Mann seiner Männlichkeit beraubende Scheide, sondern statt dessen einen Penis besitzt.

Popina
So nannten die Römer jene Restaurants, die zwar feines Essen für den Schlemmer (popino) lieferten, deren weibliches Personal ihn aber oft auch mit Liebesdiensten versorgte.

Prämiliarien
Vorspiel des Geschlechtsverkehrs, alles, was dem Koitus vorausgeht. Von Berührungen und dem Kuss bis zum Ausziehen, Liebkosen und dem Kontakt zwischen Hand oder Mund des Partners und den Genitalien des anderen.

Priapismus
Gr. priapos - Sohn des Baccus und der Aphrodite. Als Fruchtbarkeitsgott wird er mit steifem Glied dargestellt. Es ist eine nicht sexuelle, sondern meist sehr schmerzhafte Dauererektion. Priapismus stellt einen ärztlichen Notfall dar und muss sofort behandelt werden.

Phimose
Verengung der Penis-Vorhaut. Wird bereits bei Säuglingen durch einen kleinen operativen Eingriff behoben. Das ist sehr wichtig, denn sonst kann die Vorhaut nicht bewegt werden und somit kann der Penis auch nicht gereinigt werden - was zu schmerzhaften Entzündungen führen kann.

Phallisch
das männliche Glied betreffend, männlich. In der Psychoanalyse auch der Name jener kindlichen Entwicklungsphase, in der beide Geschlechter glaubten, den kleinen Mädchen sei der Penis zwar gewachsen, aber aus irgendwelchen Gründen abhanden gekommen.

Promiskuität
Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern. Geschieht seltener aus dem sexuellen Bedürfnis als aus dem Versuch, sich selbst zu beweisen, wie attraktiv man ist.

Penis-Bürstchen
Zumeist aus Pferdehaaren, Borsten oder ähnlichem Material angefertigtes Reizmittel, das wie eine kleine Bürste kranzförmig um die Eichel gelegt wird, um die Partnerin zu stimulieren. Auf diesem Prinzip beruhen die heute üblichen Reizkondome.
Prüderie
Übertriebene Ablehnung der Sexualität und aller Gegebenheiten, die in einer Beziehung zur Sexualität stehen könnten - z. B. Nacktheit oder körperliche Berührungen. Vor allem wird das lustvolle Erleben sexueller Reize abgelehnt.

Pygmalionismus
sexuelle Neigung zu Statuen oder Puppen. Die Bezeichnung wurde gewählt, weil im griechischen Mythos von König Pygmalion von Zypern berichtet wird, er habe eine Frauenstatue geschnitzt und sich in sie verliebt. Aphrodite erbarmte sich und hauchte der Statue Leben ein.

Polygamie
Die rechtmäßige Ehe eines Mannes mit mehreren Frauen (Polygynie) oder einer Frau mit mehreren Männern (Polyandrie). Es bedeutet nichts anderes als Mehrehe, Vielmännerei oder Vielweiberei.

Pro Familia
Deutsche Gesellschaft für Sexualberatung. Mitglied der Internationalen Gesellschaft für geplante Elternschaft. Pro Familia gibt es in vielen großen Städten. Dort arbeiten Ärzte, Sozialpädagogen, Psychologen - alle unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht.

Passivismus
Es ist ein schlechtes Synonym für Masochismus, denn der Masochist ist überhaupt nicht passiv. Er will aktiv leiden, dulden, Schmerz und Demütigung erleben. Er fordert förmlich, dass der andere ihm etwas antun solle.

präödipale Phase
psychoanalytischer Begriff für die ersten beiden Stufen der kindlichen Sexualentwicklung, die orale und die anale Phase. Die Zeit, bevor sich das Kind in den gegengeschlechtlichen Elternteil verliebt und den gleichgeschlechtlichen aus Eifersucht töten möchte.

Penisfraktur
Bruch des erigierten Penis, meist infolge gewaltsamer Abknickung. Meist handelt es sich um eine Verletzung beim Geschlechtsverkehr oder Unfallfolge. Der Penis schwillt an, verfärbt sich blaurötlich. Es ist sehr schmerzhaft und muss sofort ärztlich behandelt werden.

Penisinkrustation
Eine Sitte, die einst über ganz Polynesien, den malaiischen Archipel und Teile Melanesiens verbreitet war. Steine, Edelsteine, Muschelteile, Korallensteine, Metallkörperchen wurden unter die Haut des Penis geschoben, um dort einzuwachsen.

Pin-Up
Pin-Ups sind Bilder erotisch anziehender Frauen, die so gut wie alles zeigen. Sie sind für Männer bestimmt und dienen ihnen als Ersatz für weibliche Gesellschaft. Sie dienen als sexuelle Stimulans und zur Anregung der Phantasie bei der Selbstbefriedigung.

Penisneid
Nach Freud eine phylogenetische Regung der Frau. Nach Wilhelm Reich ein weiblicher Minderwertigkeitskomplex, der nur dort auftritt, wo Frauen als Gruppe oder Individuen keine vollen Rechte und ungenügendes Selbstbewusstsein besitzen.

Persimbraon
Reizsteine, die von Männern auf Sumatra und anderen indonesischen Inseln in den Penis eingesetzt werden, um der Frau beim Geschlechtsverkehr größere Wollust zu vermitteln. Bis zu 10 Steinen werden unter die Haut verlegt, bis sie eingewachsen sind.

Prostitution

Die Prostitution gilt einem "bonmot" zufolge als das älteste Gewerbe der Welt. Unter Prostitution versteht man die Tatsache, dass Frauen oder Männer für Geld anderen Menschen, meist als Freier bezeichnet, Sex bieten. Auf diesen Gebiet gibt es viele Verhaltensweisen, die nicht eindeutig zu definieren sind, da die Grenzen zwischen normaler Sexualität und Prostitution fließend sind.

Geschichtliches zur Prostitution

Gesetzeslage zur Prostitution

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