W wie Wollust

Waschzwang
eine neurotische Inversion der kindlichen Schmutzliebe. In der analsadistischen Entwicklungsphase des Kindes betrachtet es seinen eigenen Kot, als die erste Gabe, die es der Mutter geben kann.

Wollust
Im Mittelalter gehörte das Wort "Wollust" zu jenen theologischen Begriffen, die all das, was der damaligen Kirche an der menschlichen Sexualität missfiel, als teuflisch klassifizierten. Im heutigen Sprachgebrauch heißt es nichts anderes als "lustvoll erlebte Sexualität".

Wortsadismus
Sexualisierte Quälerei mit Worten, eine Sonderform sadistischen oder masochisitschen Verhaltens. Während der Sadist durch Beschimpfen seines Partners seine sexuelle Lust steigert, bedrängt der Masochist seinen Partner, ihn mit vulgären Ausdrücken zu beschimpfen.

Wäschefetischismus
Meist Unterwäschefetischismus, manchmal aber auch die sexuelle Fixierung auf weiße, besonders gestärkte Tisch- und Bettwäsche. Offenbar liegt in der zweiten Variante eine Regression ins infantile Stadium vor.

Weiblichkeit
Sie wird im genetischen Sinne bei der Befruchtung festgelegt. Enthält das Spermium, das in die Eizelle eindringt, ein X-Chromosom, so bildet sich ein weibliches Wesen. Dringt ein Y-Chromosom ein, entsteht ein kleiner Mann.

Winkelehe
Liberale Eheform im Spätmittelalter, 1563 vom Konzil von Trient für nichtig erklärt. Der Bräutigam fragt in einem Winkel des Hauses die Braut, ob sie ihn zum Ehemann haben will. Sagt sie 'ja', ist die Ehe gültig. Sie kann auf ganz problemlos wieder gelöst werden.

Weihnachtsmannpantomime
Eine alte englische Theaterform, die fast ausschließlich auf transvestitischem Rollentausch aufgebaut ist und wahrscheinlich ein Überbleibsel der Fastnachtskomödien aus dem Mittelalter ist. Die Männer tragen Frauenkleidung, die Frauen Männerkleidung.

Witwenklubs
Angebliche Eheanbahnungsorganisationen, in Wahrheit sexuelle Klubs von Männern und Frauen mittleren Alters. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es Hunderte solcher Klubs. Heute sind sie seltener und nennen sich „ Klub der einsamen Herzen“ oder so ähnlich.

Wortmasochismus
Der Wunsch, beim Sexualakt oder auch bei anderen Gelegenheiten obszön beschimpft zu werden. Der W. bettelt um solche Schimpfworte. „Bin ich Deine Sau“ fragt die Wortmasochistin. Und erst dann, wenn der Mann diese Worte ausspricht, tritt explosiv der Orgasmus ein.

Wiener Blut

Auszüge aus dem Buch "Wiener Blut" von J. Geher sen. - Dem wahrscheinlich ehrlichsten Buch über die Stadt an der Donau und die Subwelt der Selben. Wer Wien kennen lernen will, wird an diesem Buch nicht vorbeikommen.


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V wie Vulva
X wie Xanthippe